Mittwoch, 23. Mai 2012

Unternehmenswiki

Hallo zusammen,
wie bereits angekündigt soll es heute um Unternehmenswikis gehen.


Zuerst möchte ich auf die unterschiedlichen Arten von Unternehmenswikis eingehen. Zu Grunde liegend ist die Idee der Wikipedia, dass das Wissen von Vielen qualitativ besser ist, als das von einigen.
Aufgrund dessen wurde eine Plattform erschaffen auf der Jeder sein Wissen zu einem Thema beitragen kann und dies auf eine möglichst leichte und unkomplizierte Weise.


Im unternehmerischen Umfeld werden Wikis hauptsächlich zur Unterstützung des Projekt- und Wissensmanagements genutzt. Einige Firmen gehen sogar einen Schritt weiter und haben ihr komplettes Intranet als Wiki aufgebaut und mit einigen weiteren Social Media Anwendungen erweitert, um die Kommunikation über Abteilungsgrenzen zu fördern.


Momentan gibt es vier bekanntere Anbieter auf dem Feld:
PBWiki (mittlerweile PBWorks)
MediaWiki
DokuWiki
TWiki


Der größte Vorteil eines Wikis ist seine leichte Bedienbarkeit und somit auch die Möglichkeit von jedem Mitarbeiter bedient zu werden. Es sind keine besonderen HTML-Programme oder gar HTML-Programmierkenntnisse nötig.
Ein weiterer Vorteil ist, das der Aufbau schnelle Änderungen der Artikel zulässt. Wir können hierdurch auf ein sich ständig wandelndes Umfeld und Unternehmen schnell reagieren.


In einem Wiki können dann von Fachbegriffen, firmeninternen Begriffen und deren Übersetzung bis hin zu ganzen Prozessbeschreibungen enthalten sein. Diese sind allen Mitarbeitern zugänglich. Somit weiß auch jeder, wie die Prozesse in anderen Abteilungen ablaufen und kann ein besseres Verständnis für die Probleme anderer entwickeln. 


Das das Tool WIKI natürlich nicht von sich aus lebt, ist auch klar. Wie in jedem anderen Projekt erfordert es besonders zu Beginn Koordinatoren und Treiber, die die Idee eines Wiki voranbringen.
Des Weiteren sollte vor allem den Führungskräften klar sein, dass durch die Art der Transparenz und vor allen der Änderungszugänglichkeit auch Änderungen oder Vorschläge unterbreitet werden können, die Ihren eigenen Vorstellungen widersprechen.
Ein letzter Punkt ist, dass selbst wenn ein Wiki tatsächlich von der Belegschaft mit Leben gefüllt wird, es für jeden im Wiki beschriebenen Prozess oder Beitrag es einen Kümmerer/Paten/Moderator geben sollte, der die fachliche Richtigkeit der Beiträge für sein Thema überwacht. Durch einen "Klarnamen-Zwang" werden die meisten Witzeinträge im Vornhinein eliminiert.


Ich denke, dass durch eine neue Generation von Arbeitnehmern (Generation Y wie wir jetzt heißen), die mit Wikipedia, Google, Facebook, Instant Messaging und Twitter aufgewachsen ist, die Verbreitung von solchen Tools im Arbeitsumfeld im weiter vorangetrieben werden wird. Der Gedanke sich über Abteilungsgrenzen zu vernetzen kann für ein Unternehmen nur von Vorteil sein.